Mi29Mar2017

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Freitag, 24 März 2017 22:30

Tipps für die Länderspielpause (März 2017)

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 Wenn der Kuchen (La Schlandschaft) spielt, haben die Krümel (Profivereine) Pause. Doch auch dieses Wochenende gibt es reichlich Methadonprogramm auf den Plätzen im Land.

Donnerstag, 23 Februar 2017 08:51

Die Spirale der Zensur

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Der Aufschrei groß, die Wellen der Medienlandschaft stürmisch, die Sanktionen des DFBs drastisch – die Plakate auf der Südtribüne könnten eine Zäsur für das deutsche Fandasein bedeuten. Dabei lohnt sich ein Blick in die türkische Süper Lig um Folgen und Konsequenzen zu prognostizieren.

Mittwoch, 09 Dezember 2015 16:18

Verstärkte Kontrollen...?

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Nach den Terroranschlägen in Paris und der Absage des Länderspiels Deutschland gegen die Niederlande sollten die Sicherheitskontrollen im deutschen Vereinsfußball erhöht werden. Das haben unsere Blogger erlebt:

Freitag, 29 Mai 2015 15:06

Liebe Fußballromantik...

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 Liebe Fußballromantik,

so lange habe ich dich nicht gesehen. Hier und da mal ein Fünkchen, aber ein echtes Date haben wir nie hinbekommen. Mal schick anne Wurstbude essen gehen oder ein Bier aus nem guten Jahrgang zusammen am Ascheplatz neben dem Stadion trinken. Du bist wie Deutschland im ESC, hast wenig bis keine Punkte in der ersten Liga, aber du nimmst es mit Humor, denn trotzdem bist du immer in der Kurve dabei. Irgendwie.

Freitag, 27 März 2015 16:00

Tipps für die Länderspielpause

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 Mal wieder müssen sich die Nationalmannschaften des Planeten (oder in diesem Fall: des Kontinents) für höhere Aufgaben empfehlen. Mit der Folge, daß die ersten drei Ligen an diesem Wochenende spielfrei haben. Für diejenigen, die trotzdem nicht auf Freiluftballsport verzichten wollen, hier ein paar Tipps:

justitia2Beim rheinischen Derby Gladbach gegen Köln stürmten nach dem Schlusspfiff ca. 30 in weiße Maleranzüge gewandete Kölner den Platz. Es kam zu sehr unschönen Jagdszenen, an denen sich neben den rotweißen Chaoten auch die Ordner und einige Gladbacher beteiligten; ernsthaft verletzt wurde zum Glück niemand. Nur ein Polizist, der von zwei Randalierern angegriffen wurde, trug leichte Blessuren davon; die beiden wurden festgenommen und eine Reihe weiterer Personalien festgestellt. Der 1. FC Köln distanzierte sich auf seiner Homepage scharf von den Vorfällen und schloss als erste Reaktion die beteiligte Fangruppierung Boyz kollektiv und unbefristet aus dem Stadion aus. Dazu wurde der Entzug der Dauerkarten, Ausschluss aus dem Verein und Regress der Beteiligten für die zu erwartende deftige Strafe durch den DFB angekündigt.

Die Reaktionen der Öffentlichkeit waren so heftig wie vorhersehbar: Die Zeitung mit den vier großen Buchstaben sprach nur noch von „weißen Idioten“ und „Fußballschande“; Gladbach-Manager Max Eberl durfte sich ausführlich verbreiten, dass „solche Menschen wie Tiere seien“ und sofortige Haftstrafen fordern („Ich will, dass diese Typen am Montag ihrem Arbeitgeber ihr Nichterscheinen erklären müssen, weil diese Typen hinter Gittern sitzen.“) und prompt dachte DFB-Sicherheitschef Hendrik Große-Lefert laut über ein generelles Verbot von Auswärtsfahrten nach.

Um das Ganze einmal kurz einzuordnen: In der letzten Saison besuchten rund 13,3 Millionen Zuschauer die Spiele der ersten Fußball-Bundesliga. Ausgehend vom Auswärtskontingent bedeutet das über eine Million Auswärtsfans – und die „Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze“ zählte genau 3.263 Strafverfahren. Da diese Statistik nicht in Heim- und Auswärtsstraftaten unterscheidet, unterstellen wir mal, die Delikte würden ausnahmslos von den bösen Auswärtsfans begangen – dann wären ungefähr 0,0025 % der Auswärtsfans kriminell. Andersrum: 99,9975 % friedlicher Auswärtsfahrer würden in Sippenhaft genommen…. Mit dem Argument „Kollektivstrafe“ könnte man übrigens exzellent den kompletten Bundestag verknacken, weil sich dort mit Edathy & Co einige schwarze Schafe befinden, die Quote ist nämlich schlechter.

Verbrecher 2

Weil nicht sein kann, was nicht sein darf, nämlich dass er sich bei den Chaoten von Gladbach um einige unrühmliche Einzelfälle handelt, gehen einige Hardliner direkt noch einige Schritte weiter und fordern eine deutliche Verschärfung des Strafrechts. Besonders unrühmlich hervor tat sich dabei der Sportrechtler Jan F. Orth mit seinem BlogbeitragKriminelle Chaoten: Das Strafrecht muss ins Stadion!“  

Dort wirft er munter Sozialkontrolle und Strafrecht durcheinander und fordert einen an den britischen Regelungen orientierten neuen Straftatbestand der „Störung von Sportveranstaltungen.  Mit einer nicht nur für einen Juristen geradezu erschreckenden Naivität widerspricht er sich prompt selber, indem er immerhin anmerkt, dass weite Teile seines Entwurfs bereits strafrechtlich abgedeckt sind („Deswegen ist an dieser Stelle ganz klar festzuhalten, dass eine neue Vorschrift Niemanden kriminalisiert, der nicht schon vorher kriminell wäre“ - hierzu sei die exzellente Ausarbeitung von Matthias Düllberg in „Strafrecht am Spieltag“ empfohlen) – und gleichzeitig hofft, die Vorschrift werde als „deutliches gesellschaftliches Signal“ trotzdem „dauerhaft für einen friedlicheren Sportbetrieb sorgen.“ Denn „.. dann sind die Regeln ganz klar und unauslegbar. Sie stehen im Strafgesetzbuch. Der Strafrichter setzt sie durch. Der Verwendung nicht unbestrittener und rechtlich diffiziler anderer Sanktionen und Maßnahmen bedarf es dann nicht.“ – und auch so lästiges Gedöns wie das Strafantragserfordernis oder das Eintreten eines Schadens (Mitführen von Pyrotechnik oder zur Vermummung geeigneter Utensilien würde reichen, ebenso das Mitführen von Alkohol (!), wenn der Veranstalter dies untersagt) können wir uns dann sparen.

Das wirklich Gruselige daran ist nicht nur der vollkommen hemmungslose Schrei nach der möglichst umfassenden und reibungslosen Kriminalisierung von Fußballfans; nein, der Herr darf seine kruden Theorien auch als „Sportrechtler“ und damit quasi Experte in der Zeit.online verbreiten. Dabei betrifft Sportrecht primär das Verbands- und Wirtschaftsrecht der Verbände, Vereine und Sportler und NICHT das „normale“ staatliche Strafrecht bei etwaigen kriminellen Verhaltensweisen der Zuschauer!

Auch dort wettert Orth gegen die „Pseudofans“, die die öffentliche Sicherheit und Ordnung gefährden und denen man unbedingt mit einem Sonderstrafrecht beikommen müsse – und verkennt damit erneut, dass Ordnungsrecht und Strafrecht zwei vollkommen verschiedene Rechtsmaterien sind. 

Das Strafrecht ist gerade nicht dazu da, alles, was erzkonservativen Innenpolitikern und von medial vollkommen aufgebauschter Berichterstattung aufgehetzten Stammtischlern sauer aufstößt, zu kriminalisieren! Das Strafrecht ist kein Allheilmittel gegen jedwede gesellschaftlich unerwünschte Verhaltensweise! Wenn es in Deutschland eines garantiert nicht gibt, ist dies ein Regelungsdefizit in Sachen Verboten und Repressionen, im Gegenteil. Das rechtliche Instrumentarium für verbotene Verhaltensweisen ist da und wartet darauf, zügig und fair angewendet zu werden. Für die Strafbarkeit (!) von Bierdosen, Mützen oder nicht entzündeter Pyrotechnik besteht keinerlei Anlass. (Man könnte eher darüber streiten, ob es ein Vollzugsdefizit gibt, wenn knapp 2 Millionen Einsatzstunden der Polizei nur einige tausend Strafverfahren herbeiführen, aber dies ist ein Thema für sich – unter Umständen käme man dann trotz der vorrangigen Aufgabe der Gefahrenabwehr zu dem Ergebnis, dass ein massives Abrüsten der Polizei gegen Fußballfans eine sinnvolle Sache wäre…).

Verbrecher 3

Alle Fußballfans sollten daher nicht nur für eine friedliche Fankultur eintreten, sondern auch den absurden Vorschlägen profilierungssüchtiger Hardliner eine entschiedene Absage erteilen, damit diese uns nicht irgendwann im Zuge eines neuen Sicherheitspakets als vollendete Tatsachen präsentiert werden.

Ich möchte daher den schönen Slogan „Fußballfans sind keine Verbrecher“ dringend ergänzen um „…und man sollte sie auch nicht künstlich dazu machen!“

Sportliche Grüße

Susanne Blondundblau

 

Dienstag, 21 Oktober 2014 21:23

38mal90 - Interview mit Regisseur Milan Skrobanek

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Derbys sind etwas Besonderes. Für Fans, für Spieler, für Vereine. Wenn ein Derby ansteht lässt der Fan gerne alles stehen und liegen. Gemeinhin gelten Derbys aber eben auch als besonders brisant, oft als Hochsicherheitsspiele und als Konfliktherd. Trotzdem sind sie die Quintessenz des Fußballs. Grund genug, dem Gegenstand Derby einen Dokumentarfilm zu widmen, in dem es mal nicht um Polizei und Krawalle geht, nicht um Anfeindungen und Vorurteile. Milan Skrobanek ist Regisseur und hat sich die besondere Dreierkonstellation VfL Osnabrück, Preußen Münster und Arminia Bielefeld vorgenommen. Sie alle spielen diese Saison zusammen in Liga 3. Am Ende dieser Saison wird es insgesamt 38 Derbys der drei Teams gegeben haben. 38Mal90. Wir trafen Milan bei Dreharbeiten in Osnabrück und sprachen mit ihm über den Film, die Finanzierung und die Schwierigkeit, die Verein von der Idee zu überzeugen.

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