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Zum Schluss durch die Decke!

Die Woche nach dem Noveski-Abschiedsspiel sprengte alle Erwartungen. Großspenden im fünfstelligen Bereich und mannigfache finanzielle Unterstützung vieler Fans ließen das vor vier Wochen ausgesetzte Kampagnenziel von 100.000€ Fundingsumme deutlich übersteigen. Da ist es für das Fanhaus-Team mehr als ein Trostpflaster, dass der angestrebte Weltrekord, 5.500 Supportern, (bisher Portsmouth FC) mit 2.500 verfehlt wurde. „Das“, so ein überglücklicher Fanhaussprecher Jürgen Girtler, „liegt jedoch darin begründet, dass viele hohe Einzelsummen, im Unterschied zu den Engländern, zum Rekordergebnis von über 145.000€ beigetragen haben, den Abschlusstag nicht mitberechnet. Zudem kamen Gelder weltweit aus über 20 Ländern, verteilt auf alle Kontinente, mit Ausnahme Ozeaniens.

Doch es gibt noch viel zu tun. Hunderte von Rewards in Form von Zollstöcken, Sitzschalen, Postkarten und Retrotrikots müssen verschickt werden. Spender mit einer Summe von über 250€ werden kontaktiert, damit Name oder Logo in einer Holzvertäfelung im späteren Fankulturcafè eingelasert werden kann. Die Bau- und Renovierungsarbeiten durch Fans werden wieder intensiviert, damit das Fanhaus im Frühjahr 2018 seine Pforten für alle Nullfünfer, Mainzer und Mainzerinnen öffnen kann. Der Erlös hilft zudem weiter, das über 300qm große Gebäude sukzessive adäquat auszubauen und einzurichten. Wie so häufig bei Bauprojekten, die dem Denkmalschutz unterworfen sind, hat sich der ursprüngliche Kalkulationsrahmen von insgesamt 400.000€ nach oben verschoben.

Nullfünfer-Doppelpass als krönender Abschluss

Moderator Martin Quast, wie alle Gäste unentgeltlich aufgetreten, bot in einer Mainzer Variante des TV-Formates „Doppelpass“ einen Einblick in die Zukunft des Fanhauses: Unterschiedliche Diskutanten, Themen, Fangruppen an „einen Tisch“ bringen und dabei kontrovers, immer aber im Sinne der Sache diskutierend. Der Parforceritt mit Mara Braun (AZ-Videokolumnistin), Daniel Meuren (FAZ) sowie Rouven Schröder (Vorstand 1. FSV Mainz 05) unter Einbeziehung des Publikums in Person des Aufsichtsratsvorsitzenden Detlef Höhne gelang dem Sportjournalisten und Moderator in der zweieinhalbstündigen crowdFANding-Abschlussveranstaltung eindrucksvoll. Dabei wurden sportliche Probleme bei Mainz 05 angesprochen aber auch vielfältige bis zwiespältige Eindrücke zur Neuorganisation, als auch die Kommerzialisierung im Fußball von Gästen und Moderator thematisiert. In den Pausen versteigerte das Fanhaus-Team Mainz 05-Raritäten um nach der Veranstaltung noch mit einer großen Tombala und Freibier für alle Zuschauer aufzuwarten. Abschließend versammelte sich das 20-köpfige Team inklusive ihren Unterstützern vom FC Carl Zeiss Jena und „Erfindern von crowdFanDing“ zu einem imposanten Foto mit den Doppelpass-Protagonisten.

Aus gutem Grund verhindert war der zum Team gehörende dreiköpfige Stab vom Fraunhofer Institut (IMW) aus Leipzig, der zeitgleich zur Abschlussveranstaltung die wissenschaftliche Auf- und Nachbearbeitung als auch die IT-Plattform betrieb. „Ihnen gilt, genauso wie den vielen, vielen Unterstützern dieser erfolgreichen Kampagne unser herzlicher Dank“, so der erste Vorsitzende des Fanprojektes Mainz, Markus Delnef.

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