Daten zur Fankultur: Zuschauerzahlen, Auslastung und Kapazität
4 Reihen, 72 Vereinszeilen, 666 erfasste Heimspiele. Jede Tabelle nennt ihren Stand, jede Zeile ist gegen die Einzelspiele der Quelle geprüft.
Zuschauer und Auslastung
Je Verein und Saison: Stadion, Kapazität, Gesamtzuschauer, Schnitt pro Spiel, Auslastung in Prozent und die Zahl der ausverkauften Heimspiele. Erfasst sind die Bundesliga und die 2. Bundesliga, je Liga eine abgeschlossene und eine laufende Spielzeit.
Die Reihe verändert sich während einer laufenden Saison, weil die zugrunde liegende Aufstellung mit jedem Spieltag fortgeschrieben wird – derzeit betrifft das 2 der 4 Reihen. Wer zwei Abrufe vergleicht, sollte deshalb zuerst auf den Stand sehen, der an der Tabelle steht.
Was an jeder Tabelle steht
Die Quelle, die Fassung, aus der gelesen wurde, und deren Stand – nicht pauschal unter der Seite, sondern an der Tabelle, für die sie gilt. Dazu der Prüfvermerk: Die Quelle hält die Zuschauerzahl jedes einzelnen Heimspiels fest, also muss deren Summe den ausgewiesenen Gesamtwert ergeben. Wo das nicht zutrifft, ist die Zeile markiert; betroffen sind derzeit 3 von 72.
Eine Lücke bleibt eine Lücke. Wo eine Quelle keinen Wert ausweist, steht kein geschätzter – auch dann nicht, wenn sich einer leicht ausrechnen ließe.
Warum eine Reihe und nicht eine Meldung
Über Zuschauerzahlen wird meist punktuell berichtet: ein Rekord, ein Einbruch, ein ausverkauftes Spiel. Solche Meldungen sind fast immer richtig und fast immer unvergleichbar, weil jede einen anderen Stichtag, eine andere Ligenauswahl und eine andere Bezugsgröße benutzt. Eine Reihe zwingt zu einer Entscheidung pro Spalte und hält sie über alle Zeilen durch – erst dadurch heißt ein Unterschied zwischen zwei Vereinen auch etwas.
Der Preis dafür ist Langsamkeit. Eine Reihe kann nicht schneller sein als ihre Quelle, und sie kann eine Saison nicht abschließen, bevor die Saison abgeschlossen ist. Wer eine tagesaktuelle Zahl braucht, ist hier an der falschen Stelle; wer wissen will, ob eine Zahl aus der Reihe fällt, an der richtigen.
Was eine hohe Auslastung nicht bedeutet
Die Auslastung ist der Schnitt geteilt durch die Kapazität, und beide Größen sind weniger eindeutig, als die Prozentzahl aussieht. Ein Verein mit einem Stadion aus einer sportlich besseren Zeit erscheint schwach ausgelastet, obwohl mehr Menschen kommen als bei einem Nachbarn mit kleinerem Rund. Umgekehrt steht ein Verein, dessen Kapazität knapp bemessen ist, dauerhaft bei nahezu hundert Prozent, ohne dass daraus eine größere Nachfrage folgt – die Grenze liegt am Bauwerk und nicht am Interesse.
Wie man diese Reihen zitiert
Drei Angaben genügen und sind zugleich nötig: die Reihe (Liga und Saison), der Stand, der an der Tabelle steht, und die Lizenz der Grundlage samt Namensnennung. Der Stand ist der wichtigste Teil – ohne ihn ist eine Zahl aus einer laufenden Spielzeit nicht überprüfbar, weil sie sich seit dem Abruf verändert haben kann.
Für abgeleitete Werte gilt zusätzlich: Wer den Schnitt pro Spiel oder die Auslastung übernimmt, übernimmt eine Rechnung und keine Erhebung. Beide Felder sind hier gegen die tatsächlich gespielten Heimspiele gerechnet, und wer sie anders berechnet, kommt bei einer laufenden Saison zu anderen Werten – nicht weil eine Seite falsch rechnet, sondern weil sie durch etwas anderes teilt.
Übernahme und Lizenz
Die aufbereiteten Reihen dürfen mit Quellenangabe übernommen werden. Die Grundlage steht unter CC BY-SA 4.0, die Namensnennung (Wikipedia-Autoren, de.wikipedia.org) gilt für jede Übernahme weiter und ist an der Reihe vermerkt. Abgerufen am 4.9.2026.
Quellen und Erhebung im Einzelnen
Was diese Reihen nicht leisten
Sie beantworten keine Kausalfrage. Ob ein gestiegener Zuschauerschnitt auf sportlichen Erfolg, auf eine Preisänderung oder auf einen Stadionumbau zurückgeht – aus der Reihe folgt das nicht. Sie liefert die Zeitachse, an der sich eine solche Frage überhaupt stellen lässt, und nicht die Antwort.
Zwei Vorbehalte gehören dazu, und beide sind größer, als sie klingen. Die Kapazität ist keine feste Zahl: sie schwankt mit Gästekontingenten, gesperrten Blöcken und Umbauten, und jede Prozentangabe hängt daran. Und „ausverkauft“ ist eine Zählregel, nicht ein Nachfragemaß – gezählt wird ein Spiel, dessen Zuschauerzahl der ausgewiesenen Kapazität exakt entspricht, weshalb ein dauerhaft zu 99 Prozent besetztes Stadion in dieser Spalte auf Null stehen kann.
Für das Verfahren rund um Stadionverbote gibt es keine Zahlenreihe an dieser Stelle, sondern eine Darstellung des Verfahrens: Stadionverbot – Dauer, Anhörung, Reichweite.
Häufige Fragen
Verfahren und FristenWarum weicht eine Zahl hier von einer Zahl in einer Pressemeldung ab?
Meist wegen des Stichtags. Eine Saisonzahl steht erst am Saisonende fest; eine Meldung mitten in der Spielzeit rechnet auf das Jahr hoch oder nennt einen Zwischenstand. Beide können richtig sein und sich trotzdem unterscheiden. Der Stand an der Tabelle sagt, welchen Zeitpunkt die Zahl hier meint.
Welche Felder sind übernommen und welche gerechnet?
Übernommen sind Verein, Stadion, Kapazität, Gesamtzuschauer und die Zahl der als ausverkauft gezählten Heimspiele. Gerechnet sind der Schnitt pro Spiel und die Auslastung – und zwar gegen die tatsächlich gespielten Heimspiele, nicht gegen eine feste Zahl, weil das in einer laufenden Saison sonst zu niedrige Werte ergibt.
Was bedeutet ein leeres Feld?
Dass die Quelle dafür keinen Wert ausweist – meist, weil der Verein noch kein Heimspiel bestritten hat. Es bedeutet nicht null. Ein geschätzter Wert steht dort nicht: eine Schätzung, die wie eine Erhebung aussieht, verdirbt die ganze Reihe für den Vergleich.
Lassen sich zwei Saisons gegeneinander rechnen?
Ja, mit einem Vorbehalt: Eine laufende Saison enthält Zwischenstände, und die Kapazität kann sich zwischen zwei Spielzeiten geändert haben – durch Umbauten, durch gesperrte Blöcke oder durch eine andere Aufteilung von Steh- und Sitzplätzen. Wer Saisons vergleicht, sollte deshalb die Kapazitätsspalte mitlesen und nicht nur die Prozentwerte.