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Die Liste der Ärgernisse

Am 1. September 2012 stand das erste Heimspiel nach der Sommerpause an – nach zwei Auswärtsspielen, die beide auf Sonntage gelegt worden waren. Der Verfasser beschreibt seinen Zustand als zweigeteilt: ausgehungert nach Fußball und gleichzeitig genervt von den Ereignissen rund um den Verein.

Die Aufzählung

Sie ist der Wert dieses Beitrags, weil sie eine Momentaufnahme dessen liefert, was im Sommer 2012 gleichzeitig verhandelt wurde: die Sicherheitsdebatte samt der eingesetzten Arbeitsgruppe des Verbandes, die plötzlich entdeckten rechten Strukturen in Kurven, die Explosion der Dauerkartenpreise und die neue, teils schon umgesetzte Vergabepraxis für Auswärtskarten.

Vier Themen, vier verschiedene Zuständigkeiten – Verband, Öffentlichkeit, Verein, Liga – und alle vier treffen denselben Menschen am selben Spieltag.

Was an der Formulierung auffällt

Der Verfasser spricht von rechten Strukturen, die plötzlich, unerwartet und rein zufällig entdeckt worden seien. Die Ironie richtet sich nicht gegen den Befund, sondern gegen den Zeitpunkt: Dass diese Strukturen in einigen Fanszenen existierten, war seit Jahren bekannt; zum Thema der überregionalen Berichterstattung wurden sie in dem Sommer, in dem über Sicherheitsmaßnahmen verhandelt wurde.

Diese Unterscheidung ist wichtig und in dieser Sammlung mehrfach dokumentiert – für Dortmund mit derselben Feststellung: Das Problem war älter als seine Entdeckung.

Die Anstoßzeiten

Zwei Sonntagsspiele hintereinander, nach Einschätzung des Verfassers angesetzt, um möglichst viele Menschen auf der heimischen Couch zu halten. Das ist die Perspektive des Auswärtsfahrers, der einen Sonntagstermin nicht als Komfort erlebt, sondern als Eingriff in sein Wochenende.

Zehn Jahre später ist dieselbe Frage in umgekehrter Richtung entschieden worden: Der Sonntagabend hat den Montagstermin ersetzt, weil er im Wochenende liegt.

Aufzählungen arbeiten ohne Gewichtung

Sie überlassen die Rangfolge dem Leser. Ein Kommentar über die Dauerkartenpreise erklärt, warum diese das wichtigste Thema seien; eine Aufzählung stellt sie neben drei andere und überlässt die Gewichtung dem Leser.

Für die Rekonstruktion eines Zeitpunkts ist das genau richtig. Wer heute wissen will, was im Sommer 2012 in einer großen Fanszene gleichzeitig auf dem Tisch lag, findet hier vier Stichworte und braucht keine Zusammenfassung.

Der erste Punkt und seine Folge

Aus dem ersten Punkt wurde das Papier, das im Dezember 2012 beschlossen wurde. Aus dem zweiten wurde eine Debatte, die einzelne Vereine über Jahre beschäftigte. Der dritte ist geblieben und hat sich verschärft. Und der vierte – die Vergabe von Auswärtskarten über Mitgliedschaften, Punktesysteme und Fanclubs – ist heute an fast allen Standorten Standard.

Der Satz über den Spieltag selbst

Der Verfasser beschreibt, dass sich solche Tage in letzter Zeit vermehrt zwischen zwei Zuständen anfühlten: Vorfreude auf das Spiel und Genervtheit über alles darum herum.

Das ist die Beschreibung, aus der die gesamte Fanpublizistik dieser Jahre entstand. Wer nur den Fußball wollte, hatte keinen Grund zu schreiben; geschrieben wurde von denen, die beides gleichzeitig aushielten – und in dieser Sammlung stehen die Ergebnisse.